Forschungsprojekt "ThüBOM"

Thüringer Berufsorientierungsmodell
Der Übergang von der Schule in den Beruf ist eine zentrale Entwicklungsaufgabe im Jugendalter, die in der Schule durch gezielte pädagogische Angebote zur beruflichen Orientierung unterstützt werden soll.Die Konzeption pädagogischer Begleitung erfolgt bisher nicht entlang eines theoretisch fundierten Modells und entsprechender didaktischer Überlegungen, sondern vor allem vor dem Hintergrund bewährter pädagogischer Praxis. Zudem geben nur wenige Studien Aufschluss über die Wirksamkeit pädagogischer Interventionen in der Berufsorientierung.
Eine zielgerichtete, individualisierte Förderung beruflicher Explorationsprozesse und deren Begleitung erfordert jedoch Instrumente, mit denen sich Aussagen zum berufsbezogenen Entwicklungsstand des Einzelnen ableiten lassen. Zu diesem Zweck wurde im Rahmen des Forschungsprojektes "Thüringer Berufsorientierungsmodell" ein Kompetenzmodell zur Berufswahl entwickelt.
Das Modell beschreibt vier Phasen der Berufsorientierung a) Einstimmen, b) Erkunden, c) Entscheiden und d) Erreichen. Am Ende jeder Phase sollen Schüler bestimmte Kompetenzen erworben haben.
Die dem Modell zugrunde liegenden Kompetenzdimensionen umfassen a) Wissen, b) Motivation und c) Handlung. Die einzelnen Dimensionen untergliedern sich wiederum in verschiedene Facetten. So konstituiert sich die Dimension Wissen aus den Facetten a1) Selbstwissen, a2) Konzeptwissen, a3) Bedingungswissen und a4) Entscheidungs- und Planungskompetenz.
Ziel ist es, anhand des Modells den individuellen berufsbezogenen Entwicklungsstand eines jeden Jugendlichen mittels geeigneter Diagnoseinstrumente zunächst zu identifizieren. Auf Basis dieser Informationen können dem Entwicklungsstand des Jugendlichen adäquat angepasste Fördermaßnahmen ausgewählt werden.
Laufzeit: 1.1.2008 - 31.12.2011
